Blog über Versicherungen und Finanzen

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Was tun, wenn man die Lebensversicherung loswerden will?

12 Mai 2016 von Heidi Oehlmann / in Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner - Anzeige/Werbung

Geld-150x150 in Was tun, wenn man die Lebensversicherung loswerden will?Die meisten Versicherungskunden, die eine Lebensversicherung abschließen sind sich nicht bewusst darüber, dass es sich um langfristige Verträge handelt. Ein Großteil der Verträge wird nicht bis zum Vertragsende fortgeführt. Wer seine Lebensversicherung vorzeitig kündigt, erhält oft gerade mal die Hälfte seiner eingezahlten Beiträge zurück. Wie viel es genau ist, steht im Kleingedruckten der Versicherungspolice.

Alternativ kann der Vertrag beitragsfrei gestellt oder verkauft werden. Aber auch hier ist mit Verlusten zu rechnen. Bei einem Verkauf zahlt der Käufer zwar bis zum Ende der Laufzeit die Beiträge weiter, jedoch wird er weniger für den Vertrag bezahlen, als der Kunde schon eingezahlt hat. Bei der Beitragsfreistellung sieht es auch nicht besser aus. Der Versicherungsnehmer hat zwar weiterhin den Garantiezins, der bei Altverträgen noch um einiges höher war, als heute. Aber sobald der Vertrag beitragsfrei gestellt wird, fallen dafür Gebühren an, da es sich um eine Vertragsänderung handelt. Für den ruhenden Vertrag fallen außerdem Kosten an, die das Guthaben mindert. Eine Beitragsfreistellung macht nur Sinn, wenn der Vertrag für einen absehbaren Zeitraum pausiert und anschließend weitergeführt werden soll.

Ohne Verluste kündigen

Was mit den Kreditbearbeitungsgebühren möglich war, ist nun unter bestimmten Voraussetzungen auch mit Lebensversicherungen machbar. In den vergangenen Jahren mussten die Banken ihren Kunden zu unrecht erhobene Kreditgebühren zuzüglich aufgelaufener Zinsen zurückzahlen. Ähnlich funktioniert es nun mit den Lebensversicherungen. Betroffen sind allerdings nur die Verträge, die von Juli 1994 bis Dezember 2007 abgeschlossen wurden. Das hat der Europäische Gerichtshof beschlossen.

Die Verträge werden dabei nicht gekündigt, sondern wegen Formfehlern widerrufen, sofern der Versicherungsnehmer nicht über sein Widerrufsrecht belehrt wurde. Der Versicherte muss also überprüfen, ob er eine Widerrufsbelehrung erhalten hat und diese korrekt formuliert wurde. Wenn der Vertrag erfolgreich widersprochen wird, gibt es die eingezahlten Beiträge zum Großteil zuzüglich Zinsen zurück. Einen Teil des Geldes darf der Versicherer aber auch hier behalten. Denn der Versicherungsnehmer hatte für eine gewisse Zeit die Versicherung und den daraus resultierenden Schutz. Das heißt, wenn etwas passiert wäre, hätte der Versicherer auch geleistet.

Hilfe in Anspruch nehmen

In der Praxis ist es oftmals nicht so einfach, die Versicherung zu widerrufen. Dies zeigte schon das Beispiel mit den Kreditbearbeitungsgebühren. Wer einen Anwalt oder Ombudsmann eingeschaltet hatte, hatte bessere Chancen, sein Geld zurück erstattet zu bekommen. Bei dem Widerruf der Lebensversicherung kann ein kompetenter Ansprechpartner auch nicht schaden, um das eigene Recht durchzusetzen. Schon allein die Prüfung der Richtigkeit der Widerrufsbelehrung kann für den Verbraucher eine kleine Herausforderung sein. Hier kann ein Anwalt oder ein unabhängiger Finanzberater, wie auf der Seite www.wortmann-fin.de zu finden, nicht schaden.
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Der Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 12. Mai 2016 um 14:47 und befindet sich in der Kategorie Versicherungen und Finanzen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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