Blog über Versicherungen und Finanzen

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Kleiner Ratgeber in Sachen Hausfinanzierung

1 Februar 2016 von Gastartikel eines Kooperationspartners

Ein Immobilienkauf ist in der Regel keine spontane Angelegenheit sondern lange geplant. Bevor die Suche nach einer geeigneten Immobilie konkret werden kann, ist es erforderlich, den finanziellen Rahmen zu stecken. Wenn dann ein geeignetes Objekt gefunden wurde, geht es darum die nötigen finanziellen Mittel möglichst schnell und vor allem günstig zu erlangen, denn der Erwerb einer Immobilie wird in den wenigsten Fällen ohne eine Finanzierung auskommen.

Eine Immobilienfinanzierung ist in jedem Fall eine höchst individuelle Angelegenheit. Sie setzt sich aus dem Eigenkapital sowie einem Darlehen zusammen. Neben dem eigentlichen Kaufpreis des Objekts, dem zu Verfügung stehendem Eigenkapital sowie dem persönlichen Einkommen sind weiterer Faktoren entscheidend für die Wahl der richtigen Finanzierung. Aufgrund der verhältnismäßig hohen Summen die beim Immobilienkauf aufgebracht werden müssen, gilt es sich möglichst genau zu informieren, bevor man sich für einen Kreditgeber entscheidet. Was gilt es bei der Hausfinanzierung zu beachten?

Eigenkapital festlegen

Zunächst einmal ist die Frage nach dem Eigenkapital zu klären. Eins steht fest: Die Zinsbelastung ist um so geringer, desto mehr Geld aus eigener Tasche investiert wird. Daher ist das Eigenkapital ein sehr wichtiger Faktor bei der Immobilienfinanzierung. Das verfügbare Eigenkapital muss in jedem Fall bei einer Kreditanfrage zu belegen sein, in der Regel wird eine Eigenbeteiligung von mindestens 10% verlangt. Die Erwerbsnebenkosten (Maklergebühren, Grunderwerbssteuer, Grundbucheintrag und Notar) können zusätzlich schnell einmal einige 1.000 Euro veranschlagen, diese Kosten sollte man im besten Fall auch selber zu zahlen in der Lage sein. Dennoch sollte man nicht zu viel Eigenkapital investieren um ausreichend Rücklagen für unvorhergesehene Ereignisse zur Verfügung zu haben.

Laufzeit und Höhe der monatlichen Raten festlegen

Meist wird bei Immobilienkrediten eine Laufzeit von 20 Jahren empfohlen, um sich möglichst geringe Zinsen zu sichern. Dies ist kein Muss, macht jedoch Sinn, wenn man bedenkt, dass man aus langfristigen Verträgen bei sinkenden Zinsen problemlos aussteigen kann. Sollten die Zinsen weiter fallen, erlaubt es der Gesetzgeber 10 Jahre nach Vollauszahlung des Kredits bei Verträgen mit über 10 Jahren Zinsbindung frühzeitig auszusteigen (§489 BGB). Bei den monatlichen Raten wird empfohlen, dass diese nicht mehr als 40% des Nettoeinkommens ausmachen, um neben dem Tilgen des Kredits, nicht auch das Leben zu vergessen.

Die passende Finanzierung finden

Um die Frage nach der passenden Finanzierung zu klären, kann man einen Hausfinanzierungsrechner nutzen. Da es bei einem Hauskredit in der Regel um hohe Summen und lange Laufzeiten geht, kann hier selbst ein geringer Zinsunterschied dafür sorgen viel Geld zu sparen. Es ist unbedingt zu empfehlen auf eine Vorfälligkeitsentschädigung zu achten. Diese ist in zweierlei Hinsicht äußerst wichtig, nämlich zum Einen dann, wenn man durch Berufsunfähigkeit nicht mehr in der Lage ist die laufenden Raten zu zahlen, andererseits wenn man ein günstigeres Finanzierungsangebot erhält.

Ein Immobilienkauf sollte also keinesfalls vorschnell getätigt werden. Jede Hausfinanzierung sollte auf den spezifischen Einzelfall abgestimmt sein. Am besten lässt man sich von unabhängigen Experten individuell beraten und vergleicht verschiedene Kreditangebote unter Berücksichtigung der eigenen finanziellen Situation.

Der Beitrag wurde geschrieben am Montag, 1. Februar 2016 um 12:49 und befindet sich in der Kategorie Versicherungen und Finanzen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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